0800 90 19 100

kostenlose Servicenummer
Sie haben Fragen zu unseren Leistungen?
Das Team von Holzkämpfer freut sich auf Ihren Anruf

Richtig heizen und lüften – so gelingt das optimale Raumklima

Richtig heizen und lüften

Inhaltsverzeichnis

Ein gutes Raumklima ist wichtig für das eigene Wohlbefinden, niedrige Energiekosten aber auch den Werterhalt einer Immobilie. Richtig heizen und lüften, schützt nicht nur vor Schimmel im Wohnraum, sondern spart auch bares Geld. Mit den einfachen Routinen, lassen sich Wohnräume behaglich warm halten und gleichzeitig Energieverluste reduzieren.

Warum ist richtiges Heizen und Lüften so wichtig?

Heizung aus, Heizung an, Fenster auf, Fenster zu… Wohnräume richtig lüften und heizen klingt erst einmal gar nicht schwer. Da aber auch die Fälle von Schimmel in Wohnräumen zunehmen, ist es sinnvoll sich mit diesem Thema einmal näher auseinanderzusetzen.

Feuchtigkeit entsteht in jedem Haushalt – beim Duschen, Kochen oder auch durch Atmung. Nur durch die Atmung gibt ein einzelner Mensch zwischen 1,0 – 1,5 Liter Wasser an seine Umwelt ab. Schwitzt er, ist es sogar noch mehr. Wird diese Feuchtigkeit im Wohnraum nicht regelmäßig nach außen abgeführt, steigt die Luftfeuchtigkeit an, was wiederum Schimmelbildung begünstigt.

Richtig lüften gegen Schimmel bedeutet daher, Feuchtigkeit schnell nach draußen zu leiten und ein ausgewogenes Raumklima zu schaffen. Im Fachhandel gibt es sogenannte Hygrometer. Mithilfe dieser kleinen Thermometer kann man ganz einfach den Feuchtigkeitsgehalt der Wohnraumlauft ermitteln.

Aber nicht nur Schimmel ist ein Grund zum Lüften. Beim Atmen entsteh Kohlendioxid, dieser vermischt mit Gerüchen vom Kochen, menschlichen Ausdünstungen aber auch Schadstoffe aus Möbeln, etc. lässt die Luft abgestanden werden. Ist die Raumluft derart belastet, führt dies häufig zu Konzentrationsproblemen und Müdigkeit.

Gleichzeitig spielt Energiesparen eine wichtige Rolle. Wer bewusst heizt und lüftet, senkt seine Heizkosten deutlich.

Wie lüftet man richtig?

Der wohl wichtigste Tipp lautet: Stoßlüften statt Kipplüften. Kurzes, intensives Öffnen aller Fenster sorgt für einen schnellen Luftaustausch, ohne dass die Wände auskühlen. Kipplüften hingegen führt zu dauerhaftem Wärmeverlust und begünstigt Schimmelbildung an kühlen Wandflächen.

Eine einfache Anleitung zum richtigen Lüften:

  • Zwei- bis viermal täglich Stoßlüften oder Querlüften
  • Fenster für fünf bis zehn Minuten komplett öffnen
  • Im Winter 3 – 5 Minuten lüften
  • Im Frühjahr, Sommer und Herbst bis zu 15 Minuten
  • Für Durchzug sorgen, wenn möglich

Besonders im Winter ist richtiges Lüften entscheidend. Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen, deshalb reichen schon wenige Minuten, um frische, trockene Luft hereinzulassen.

Auch der Keller verlangt besondere Aufmerksamkeit. Im Sommer sollte er nicht tagsüber gelüftet werden, da warme Außenluft an den kühlen Wänden kondensiert und Schimmel fördert. Am besten die Fenster frühmorgens oder spätabends öffnen. So bleibt die Feuchtigkeit draußen – ein zentraler Punkt, wenn es darum geht, den Keller richtig zu lüften.

Wie lüftet man richtig?

Wie oft sollte gelüftet werden?

Dieser Punkt hängt von verschiedenen Faktoren ab. Je mehr Menschen sich in einem Haushalt befinden, desto häufiger sollte gelüftet werden. Weitere Faktoren sind Wohn- und Umweltbedingungen. Mehrere Aspekte spielen dabei eine Rolle:

  • individuelle Ansprüche an Frischluft und Raumklima
  • die Belastung der Raumluft durch Feuchtigkeit, Gerüche oder Schadstoffe
  • der energetische Standard des Gebäudes und wie dicht die Bauweise ausgeführt ist
  • die Lage des Hauses oder der Wohnung – etwa frei stehend auf dem Land oder umgeben von dichter Bebauung in der Stadt
  • Grundriss und Ausrichtung der Räume, die beeinflussen, ob Querlüften möglich ist
  • die Jahreszeit und die aktuellen Wetterbedingungen

Weil all diese Faktoren zusammenspielen, lässt sich kein einheitlicher Wert für alle Haushalte angeben. Dennoch gibt es bewährte Grundprinzipien, die Orientierung bieten und helfen, Schimmel, Feuchteschäden und verbrauchte Luft zu vermeiden.

Fenster auf – Feuchtigkeit raus

Duschen, Baden oder Kochen sorgt dafür, dass die Luftfeuchtigkeit im Raum ansteigt. Damit sich diese Feuchte nicht an Wänden oder Möbeln niederschlägt, sollte diese zügig durch ein geöffnetes Fenster entweichen können. Auch das Schlafzimmer profitiert von einem kräftigen Luftaustausch direkt nach dem Aufstehen, da sich über Nacht Feuchtigkeit und Kohlendioxid anreichern.

Wie viel Feuchtigkeit die Raumluft verträgt, hängt stark vom Gebäude selbst und von den äußeren Bedingungen ab. In modernen, gut gedämmten Häusern sind vorübergehend auch Werte um 60 Prozent meist unproblematisch. Anders sieht es bei älteren oder schlecht gedämmten Gebäuden aus: Dort können bereits 40 Prozent relative Luftfeuchtigkeit in kühleren Ecken oder an Wärmebrücken kritisch werden.

Grundsätzlich gilt: Bleibt die Luftfeuchtigkeit länger über 50 Prozent, ist Lüften angesagt. Spätestens wenn sich Kondenswasser an den Fenstern bildet, ist ein kompletter Luftaustausch unverzichtbar.

Tipp: Hygrome helfen die Luftfeuchtigkeit im Wohnraum zu kontrollieren.

Worauf sollte man beim heizen achten?

Richtig heizen bedeutet, die Räume gleichmäßig und der Nutzung angepasst zu erwärmen. Eine Orientierung:

  • Wohnräume: ca. 20–22 °C
  • Schlafzimmer: ca. 16–18 °C
  • Badezimmer: ca. 22–23 °C

Unterschreitet die Temperatur über längere Zeit diese Werte, können sich kalte Flächen bilden, an denen sich Feuchtigkeit niederschlägt.

Auch moderne Systeme wie das Heizen mit Strom haben ihre Berechtigung. In gut gedämmten Gebäuden oder als Zusatzheizung können sie sinnvoll sein, sollten aber bewusst eingesetzt werden.

Ein weiterer Punkt: die Heizung richtig entlüften. Luft in den Heizkörpern reduziert die Wärmeleistung und erhöht den Energieverbrauch. Entlüften ist schnell erledigt und sorgt für mehr Effizienz.

Anleitung Heizkörper richtig entlüften

Anleitung: Heizkörper richtig entlüften

  1. Heizung vorbereiten
    • Thermostate aller Heizkörper voll aufdrehen.
    • Umwälzpumpe ausschalten und mindestens 30 Minuten warten, damit sich die Luft sammelt.
  2. Luft ablassen
    • Mit dem höchstgelegenen Heizkörper beginnen.
    • Entlüftungsventil mit Schlüssel langsam öffnen, Auffangbehälter bereithalten.
    • Sobald Wasser statt Luft austritt, Ventil schnell wieder schließen.
  3. Vorgang wiederholen
    • Alle Heizkörper nacheinander entlüften.
  4. Heizung einschalten und Druck prüfen
    • Umwälzpumpe wieder aktivieren.
    • Wasserdruck an der Heizungsanlage kontrollieren. Falls er zu niedrig ist, muss Wasser nachgefüllt werden (ggf. Vermieter oder Fachbetrieb einschalten).

So wird die Heizung optimal gesteuert

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist es, die Heizung auf die höchste Stufe zu stellen damit sich der Wohnraum schneller aufheizt. Das kostet nicht nur zu viel Energie, sondern würde den Raum auch überheizen. Das Thermostat sollte immer auf die Wunsch-Temperatur eingestellt werden.

Wichtig: Die Heizung sollte sowohl nachts, als auch bei längerer Abwesenheit nicht ausgeschaltet werden. Um Schimmelbildung und hohe Heizkosten zu vermeiden, sollte ein Raum 17° C haben.

Tipp: Im Handel gibt es programmierbare Thermostate, die auch über eine App gesteuert werden können.

Richtig heizen und lüften in speziellen Räumen

Jeder Raum hat seine Eigenheiten. So gibt Räume, die eine höhere Luftfeuchtigkeit aufweisen, wie beispielsweise das Badezimmer, wo die Luftfeuchtigkeit nach dem Duschen besonders hoch ist oder auch die Küche. Hier gilt: sofort Stoßlüften und kurzzeitig kräftig nachheizen. Nur so bleibt das Raumklima gesund und Schimmel fern.

Auch in Mietwohnungen spielt die Balance von richtig heizen und lüften eine wichtige Rolle. Wer regelmäßig lüftet und angemessen heizt, schützt nicht nur seine eigene Wohnung, sondern auch das gesamte Gebäude. Auch Mieter sollten darauf achten das Heizkörper entlüftet werden. Viele Mietverträge enthalten sogar Hinweise dazu und Baugenossenschaften geben dazu ihren Mietern auch Merkblätter an die Hand.

Ein oft unterschätzter Bereich ist der Keller. Gerade dort entsteht leicht Schimmel, wenn die Luftfeuchtigkeit nicht richtig reguliert wird. Deshalb ist die richtige Lüftung hier besonders wichtig.

Energiespartipps im Alltag

Energiespartipps im Alltag

Neben bewusstem Heizen und Lüften helfen kleine Routinen, Energie zu sparen:

  • Türen zu weniger beheizten Räumen geschlossen halten
  • Heizkörper nicht durch Möbel oder Vorhänge verdecken
  • Thermostatventile anpassen statt dauerhaft auf höchster Stufe heizen

Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf die Gebäudedämmung und moderne Fenster, insbesondere Energiesparfenster. Diese tragen dazu bei, dass im Winter Wärme nicht nach außen abgegeben wird und im Sommer es kühl in den Innenräumen bleibt.

Fazit und weiterführende Hilfe

Richtig heizen und lüften bedeutet: regelmäßiges Stoßlüften, angepasstes Heizen je nach Raum und besondere Sorgfalt in Bad, Keller und Schlafzimmer. Wer diese Grundregeln beachtet, schützt seine Gesundheit, spart Energiekosten und beugt Schäden an der Bausubstanz vor.

Für alle, die es noch genauer wissen möchten, steht eine ausführliche Broschüre zum Thema „Richtig heizen und lüften“ mit vielen weiteren Tipps und Anleitungen zum Download bereit.

Fragen & Antworten zum Thema „Richtig heizen und Lüften“

Wie oft sollte man täglich lüften?

Das kommt auf die Nutzung des Wohnraums an und auf die Personenanzahl die im Haushalt leben. Aber mindestens zwei- bis viermal täglich sollte gelüftet werden. Besonders nach dem Duschen, Kochen oder Schlafen sollte die Luft sofort ausgetauscht werden.

Warum ist Stoßlüften besser als Kipplüften?

Stoßlüften sorgt für schnellen Luftaustausch, ohne dass die Wände auskühlen. Kipplüften führt zu Wärmeverlust und begünstigt Schimmel.

Warum führt Kipplüften zu Schimmel?

Beim Kipplüften bleibt das Fenster über längere Zeit nur einen Spalt geöffnet. Dadurch kühlt die Wand rund um das Fenster stark aus, während der Luftaustausch nur sehr langsam erfolgt. Die abgekühlten Flächen begünstigen Kondensation – Feuchtigkeit schlägt sich nieder und es entsteht ein ideales Klima für Schimmel. Stoß- oder Querlüften ist daher die deutlich bessere Methode.

Welche Luftfeuchtigkeit ist ideal in Wohnräumen?

Optimal sind Werte zwischen 40 und 60 %. Dauerhaft über 50 % kann Schimmel fördern, unter 40 % wird die Luft zu trocken.

Wie entlüftet man die Heizung richtig?

Heizkörper voll aufdrehen, Pumpe ausschalten, nach 30 Minuten Luft über das Ventil ablassen und anschließend Druck prüfen.

Welche Temperaturen sind für verschiedene Räume ideal?

Wohnräume: 20–22 °C, Schlafzimmer: 16–18 °C, Badezimmer: 22–23 °C.

Wann sollte man den Keller lüften?

Im Sommer nur frühmorgens oder abends, um Kondensation an kalten Wänden zu vermeiden.

Kostenlos anrufen